Historie

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Das Gebäude direkt an der Ortsdurchfahrt mit der Adresse Rathausgasse 1, Essingen in Württemberg hat eine mehr als 3oo-jährige Geschichte zu erzählen.

Mit einem Festakt am 22. April 2o19 begeht das Museum ein besonderes Jubiläum. Davon zeugt der nachfolgende kurze Abriß seines Daseins.

Bereits um 17oo wird in historischen Quellen das alte Gasthaus ‘Zum Grünen Baum’ zum ersten Male erwähnt. Dieses Gasthaus ist in seinen Grundzügen das heute erhaltene Gebäude an der oben stehenden Adresse.

1823 erwirbt die Gemeinde Essingen dieses ehemalige Wirtshaus für 1.2oo Gulden um hier das Rathaus mit Arrestzelle und Mädchenschule einzurichten.

1864 zieht die Mädchenschule aus und im Laufe der Jahre werden zusätzlich zum Rathaus ein Postamt und ein Polizeiposten eingerichtet. Mit dem Umzug der Gemeindeverwaltung und der Polizei 1989 ins neue Rathaus stellt sich dann die Frage, was aus dem historischen Gebäude werden soll.

Es begann eine 20-jährige Odyssee“ erzählt Dieter Bolten im Gespräch. Schon 1989 hat der Heimat- und Geschichtsverein die Idee, hier alte historische Gegenstände auszustellen. Doch daraus wird vorerst nichts; auch die angedachte Nutzung als Haus der Vereine kommt nicht zustande. Weitere Überlegungen an seiner Statt Wohnungen zu bauen oder eine Ortsbücherei einzurichten scheitern.

Doch noch machen hohe Sanierungskosten – von mehr als einer Million Mark – einen Strich durch die Rechnung. Drei Jahre später sind diese Kosten in einem Gutachten der Essinger Wohnungsbau nochmals gestiegen, auf rund 1,7 Millionen Mark. Dies, da sich inzwischen Salz- und Wurmbefall ausgebreitet hat.

Als Notbehelf werden einzelne Räume des Gebäudes von der ortsansässigen Narrenzunft, den ‘Haugga-Narra’, aber auch vom Liederkranz und einer Künstlergruppe genutzt. Glücklicherweise entschließt sich der Gemeinderat nicht zum drohenden Abriss des Gebäudes sondern vertagt die Entscheidung und erhält das Rathaus in seinem damaligen Zustand.

Auf Drängen einer privaten Initiative unter Horst Wormser gibt Bürgermeister Hofer nun grünes Licht für die Sanierung, Renovierung und Einrichtung eines kleinen Museums, welches durch die Initiative betrieben werden soll.
2006 beginnt diese Sanierung und Renovierung des Gebäudes in Eigenleistung. Dabei werden zunächst 1o Tonnen Abraum und Schutt beseitigt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Gründung des Vereins Dorfmuseum Essingen 2008 macht den Weg frei für die spätere Nutzung des Gebäudes als Dorfmuseum. Die offizielle Eröffnung findet am Ostermontag im Jahr 2009 statt.

Bereits 2015 gibt es Pläne zur weiteren Sanierung des Dorfmuseum, das bereits etwas in die Jahre gekommen ist – hierzu zählen der der Dachstuhl, die Fenster und die Fassade. Diese Sanierung wird im Rahmen des Landes-Sanierungsprogramm ‘Unteres Dorf’ ab 2016 mit circa EUR 3oo.ooo durch einen Landes- und Gemeinde-Zuschuss verwirklicht.

Alles dies tut ein Übrigens für den heutigen Glanz dieses Gebäudes und ‘Schätzchens der Gemeinde im Herzen der Ostalb und Schwabens’.

Bis heute erfolgt der Auf- und Ausbau, sowie die Betreuung überwiegend im Ehrenamt durch den Dorfmuseums-Verein mit der Unterstützung der Gemeinde Essingen, die weiterhin die Eigentümerin des Gebäudes ist.

Zum jetzigen Zeitpunkt beheimatet das Dorfmuseum 16 Austellungs-Räume auf drei Geschossen.

Die Exponate spiegeln vielfach Essinger Heimatgeschichte wider und sind sehr umfangreich. Die neuesten Attraktionen der letzten 3 Jahre warten auf die Besucher im zweiten Obergeschoß; rund um die Themen Molkerei und Gartenbau, Spielzeug und Wintersport-Ausrüstung.

Wussten Sie im Übrigen wo sich die Ursprünge des Ski-Sportes des Landes Baden-Württemberg finden? Zahlreiche Quellen belegen, dass diese sich im Ostalbkreis, in der Gemeinde Essingen finden.

Und weiterhin gilt: Das Museum lebt weiter und wird weiter ausgebaut.

Einen wichtigen Meilenstein im Leben des Dorfmuseums-Vereins stellt selbstverständlich die Gründung des gleichen dar; dessen offizielle Gründungsmitglieder sich auf nachfolgendem Bild vom 1. August 2oo8 nahe der Gründungsstätte wiederfinden.